Therapiebauernhof „Guat leb´n“
Unser Bauernhof in Mortantsch/Leska bei Weiz
Auf dem Bauernhof von „Guat
leb´n“, nahe Weiz in der Oststeiermark, leben unsere
Tiere: Pferde, Esel, Schafe,
Hängebauchschweine, Katzen, Hühner. Alle Tiere, die wir
in der tiergestützten
Pädagogik einsetzen, sind sorgfältig ausgewählt
und ausgebildet und dem Menschen behutsam vertraut
gemacht.
Wir bearbeiten 4 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche. Die
Flächen umfassen Wiesen, Weiden, Wald, einen kleinen Teich
und einen Bauerngarten.
Unsere Räumlichkeiten sind ein angemieteter Bauernhof
„Schreiner“, unsere „Kropfschusterhütte“, Heulager,
Offenstall für die Pferde und Offenstall für Esel, Schafe
und Hängebauchschweine.
Wir machen unsere Spaziergänge und Wanderungen mit den Tieren
in der angrenzenden Umgebung, weit abseits von Straßen.
Wir können eine original mongolische Jurte und
einen romantischen Lagerfeuerplatz für die
Arbeit in der Erlebnispädagogik nutzen.
Zertifizierter Betrieb für Tiergestützte Pädagogik
Seit April 2010 sind wir zertifiziert, Tiergestützte Pädagogik anzubieten.
Neu am Therapiebauernhof!
Wir freuen uns schon sehr auf unsere Mensch-Tier-Begegnungsstätte! Aus einheimischem Rundholz bauen wir eine kleine, runde Halle umrahmt von den Stallungen der Esel und Schafe. Wir hoffen, sie noch heuer einweihen zu können!
Warum eine Landwirtschaft?
Leben als Teil einer Einheit
Die Menschen mit Behinderung erleben in der Landwirtschaft
eine Vielfalt von Arbeitsprozessen und Verantwortlichkeiten,
die in anderen Bereichen kaum vorkommen. Viele Arbeitsabläufe
sind auch von schwächeren Personen nachvollziehbar. Der Betreute
lernt den landwirtschaftlichen Betrieb trotz oder gerade wegen
seiner Fülle an Möglichkeiten als organisatorische Einheit
kennen und begreift sich als einen Teil davon. Jeder
ist Teil der Gemeinschaft und hilft mit seinem Einsatz,
das Ganze zu erhalten, unabhängig davon, wie viel er objektiv
dazu beiträgt.
Tierhaltung und Gartenarbeit
Natürliche Regelmäßigkeiten und Jahresrhythmus
prägen das landwirtschaftliche Jahr. Die Tierhaltung und Gartenarbeit
erfordert regelmäßig anfallende Arbeiten. Diese anfallenden
Arbeiten sind nicht nur an theoretische Arbeitspläne gebunden,
sondern sie richten sich auch nach der Witterung. Die Betreuten
erleben so im Ablauf eines Jahres elementar alle Extreme der
Witterung.
Leben von der Geburt bis zum Tod
Ein wichtiger bäuerlicher Beitrag im Entwicklungsprozess
eines Menschen besteht in der Vermittlung elementarer Lebensvorgänge.
Das Werden und Vergehen, also das „ganze Leben“, kann in einer
Landwirtschaft miterlebt und beobachtet werden. Dies gilt
besonders für die Haustiere - das Decken, die Trächtigkeit,
die Geburt, das Säugen, das Aufwachsen, Krankheiten bis hin
zum Abschied nehmen vom Tier.
Körperliche Arbeit - ein hilfreicher Teil der Tiergestützten Pädagogik
Die körperliche Arbeit kommt dem ausgeprägten Bewegungsbedürfnis
vieler Betreuter entgegen. Vereinzelt gelten Betreute im handwerklich-industriellen
Bereich als schwierig oder haben ein großes Aggressionspotential.
Nach dem Wechsel in den „Grünen Bereich“ werden sie durchaus
zu Leistungsträgern. Insbesondere für Betreute, die sich leicht
beengt fühlen, kann sich die Weiträumigkeit einer Landwirtschaft,
verbunden mit körperlich auslastenden Arbeiten, als pädagogisch
hilfreich erweisen.
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